caseymongoven.com

Biographie

Kindheit und musikalische Anfänge

Ich wurde am 30. April 1979 in La Jolla, Kalifornien, als Sohn von Jan and Danna Mongoven geboren. Ich verbrachte die ersten 18 Jahre meines Lebens in der angenehmen an der Küste gelegenen Stadt Carlsbad, wo ich öffentliche Schulen besuchte. Mit zehn Jahren begann ich E-Gitarrenunterricht zu nehmen und Musik zu schrieben. Damals hatte ich eine extreme Begeisterung für Heavy-Metal und spielte in einer Band mit meinem Bruder und zwei anderen Freunden. In der siebten Klasse wandte sich mein Interesse rasch der klassischen Musik zu. In der Highschool nahm ich Kompositionsunterricht bei Nathaniel Tull Phillips, der damals als Doktorand an der University of California, San Diego studierte. Im Sommer 1995 besuchte ich das heute nicht mehr existierende National High School Music Institute an der Northwestern University. Im folgenden Sommer besuchte ich das Interlochen Arts Camp, wo ich zum ersten Mal von der Fibonacci-Folge hörte.

Carlsbad, Kalifornien 1982
Carlsbad, Kalifornien 1991
Carlsbad, Kalifornien 1992

Studium in Instrumentalkomposition in Boston

1997 begann ich Classical Composition am New England Conservatory bei Alan Fletcher zu studieren. In meinem ersten Semester begann ich an meiner ersten Komposition zu arbeiten, die ich unter Verwendung der Fibonacci-Folge und des goldenen Schnittes verfasste, Sequence for Violin and Piano. Im Lauf meines Studiums verfasste ich zwei theoretische Artikel über Fibonacci-Tonklassenfolgen. Gegen Ende meines Studiums begann ich mich für einen radikaleren kompositorischen Ansatz zu interessieren, bei dem die mathematischen Objekte, mit denen ich mich beschäftigte, tiefer in musikalische Strukturen eingebettet werden konnten. Der erste Schritt war die Schaffung eines neuen Systems gleichschwebender Stimmungen, die vom goldenen Schnitt und der Fibonacci-Folge abgeleitet sind.

Carlsbad, Kalifornien 1998
Carlsbad, Kalifornien 1999
Boston, Massachusetts 2000

Jahre im Ausland und Studium in Weimar

Nachdem ich mein Studium am Konservatorium absolvierte, zog ich nach Wien, wo ich ein Jahr lebte und Intensivkurse in Deutsch und Italienisch besuchte. In dieser Zeit komponierte ich meine ersten echten Sonifikationen (akustische Graphen) Fibonacci-verwandter mathematischer Objekte, Beatty Sequence nos. 1a und 1b. Nach einem kurzen Aufenthalt in Kalifornien zog ich Silvester 2002 nach Berlin. In den nächsten Jahren verdiente ich mein Brot als Englischlehrer und wohnte und komponierte in verschiedenen Städten: München, Halle (Saale), Leipzig, und Hamburg. Ich wurde Leseratte deutscher theoretischer Schriften verschiedener Epochen. 2007 begann ich ein Ergäzungsstudium in Elektroakustischer Komposition bei Robin Minard an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Dort fing ich an synchrone Visualisierungen mit meinen Sonifikationen zu kreieren.

Wien, Österreich 2001
Leipzig, Deutschland 2005
Studio in Weimar 2009

Doktoratstudium an der University of California, Santa Barbara

Nachdem ich mein Studium in Weimar absolvierte, zog ich 2009 nach Kalifornien, um ein Studium in Media Arts and Technology an der University of California, Santa Barbara zu beginnen. 2012 wurde eine von mir und Musikwissenschaftler Benedikt Brilmayer durchgeführte Übersetzung von Johann David Heinichens Gründliche Anweisung (1711) von Pendragon Press veröffentlicht. 2013 führte ich das erste Experiment durch, das zur Forschung der ästhetischen Bedeutung der Fibonacci-Folge und des goldenen Schnitts im Audiobereich entwickelt wurde. Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, ist dieses Experiment auch das erste, das jemals von einem Komponisten über den ästhetischen Wert seines eigenen Schaffens durchgeführt wurde. Das Experiment wird in meiner Dissertation „An Experiment in the Aesthetic Value of Sonified Mathematical Objects” (Doktorvater: Curtis Roads) ausführlich beschrieben. Die Dissertation unternimmt auch die bisher ausführlichste Beschreibung der Verwendung der Fibonacci-Folge und des goldenen Schnitts in klassischen Kompositionen. Kurz nachdem ich mein Doktoratstudium im Sommer 2013 absolvierte, wurden zwei von mir 2012 durchgeführte Übersetzungen von Andreas Werckmeisters Cribrum musicum (1700) und Harmonologia musica (1702) von Pendragon Press veröffentlicht.

An der UCSB 2010
Santa Ynez, Kalifornien 2011
Santa Barbara 2012

Derzeitige Beschäftigungen

Nach zwei Jahren als Deutschlektor im Department of Germanic and Slavic Studies an der University of California, Santa Barbara, gab ich meine Stelle auf, um meiner Leidenschaft für Komposition und Forschung nachzugehen. Ich arbeite derzeit als freiberuflicher Webentwickler und Fallschirmsprunglehrer bei Skydive Santa Barbara (USPA AFF-I, TAN-I, Lizenz: D-33972, Auszeichnungen: A-W1K-7662, A-12FF-5921) in Lompoc, Kalifornien. Ich bleibe aktiv als Komponist und Forscher, und bin Mitglied der Forschungsgruppe EPӔG (Ergonomie, Psychologische Ӕsthetik, Gestaltung), die von Claus-Christian Carbon am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre an der Universität Bamberg geleitet wird.

Santa Ynez, Kalifornien 2013
Davis, Kalifornien 2014
Fallschirmsprunglehrer-Training 2015