Die Notation der Collection III
In der Collection III wird das HTML-Format benutzt. Zum Lesen der
Partituren sollte Microsoft Internet Explorer benutzt werden, da alle
Partituren in Microsoft Excel erzeugt wurden. Eine Partitur besteht gewöhnlich
aus drei Elementen: den Parametern, dem Graphen (einem
Punktediagramm) und den Zahlenfolgenwerten. Jedes von ihnen hat eine
eigene HTML-Seite. Oben in den Partituren befinden sich Links zu den anderen Elementen.

PARAMETERS
Die Parameter-Seite ist das
Kernstück der Partitur, sie enthält die wichtigsten Informationen der
jeweiligen Komposition. Einige Partituren bestehen nur aus einer
Parameter-Seite. Die Zahlenfolge wird oben auf der Seite beschrieben. Es
handelt sich hierbei um keine detaillierten Beschreibungen; ihr Zweck ist es,
dem Hörer eine ungefähre Vorstellung davon zu geben, um welche Zahlenfolge es
sich handelt. Informationen zu der Konstruktion der Zahlenfolgen sind in der
Online-Enzyklopädie der Zahlenfolgen zu finden unter folgender Web-Adresse: http://research.att.com/~njas/sequences/. Das Wort „length“ gibt die Dauer der Komposition
an, „note value“ die Dauer jeder einzelnen Note, wenn jene innerhalb der
Komposition nicht verändert wird. Die „orientation“ gibt die
Tonhöhenausrichtung des Stückes an; „ascending“ (aufsteigend) bedeutet, dass
niedrigere Zahlen niedrigeren Tönhöhen zugeordnet werden. Die Stimmung oder
Temperatur (in Englisch „temperament“) eines Stückes wird mit Hilfe der Zahl φ
berechnet, deren Wert gleich (-1 + √5)/2
ist (goldener Schnitt). Daraus ergibt sich der kleinste Tonabstand der jeweils
gleichschwebenden Stimmungen.
Die vier klassischen
Wellenformen werden in dieser Musik in folgender Notation benutzt:


In vielen Kompositionen
entsteht die Wellenform durch eine Summation der vier oben erwähnten
Grundwellenformen.
Beispiel:

Der Begriff „simulated
spatial location” oder „s.s.l.” (simulierter Raumort oder Phantomquelle)
bezieht sich auf den Stereo-Effekt. Für die optimale Hörposition im
gleichschenkligen Dreieck wird der Ort der Phantomquelle als ein Wert zwischen
-30° und 30° angegeben:

Als Nächstes werden der Tonumfang
und die Dynamik einer Komposition angegeben. Aus praktischen Gründen wird eine
traditionelle dynamische Skala von ppppp bis fffff (12 verschiedene Stufen)
benutzt. Diese Skala wird als linear wahrgenommen vorausgesetzt; ppppp wird
benutzt, um Klänge darzustellen, die sich 0 dBA annähern. fffff heißt ungefähr
100 dBA. Obwohl kein elektronisches Werk in der Collection III die Dynamic fffff benutzt, ist dieser Pegel möglich
in den Instrumentalwerken B254 und B255. In einigen Stücken wird „roll-off“ benutzt.
Dies bezieht sich auf Änderungen der Attack- und Release-Werte. Die
tatsächlichen benutzten Attack- und Release-Werte kann man immer in dem
„Values-Used-Bereich“ finden; in diesem Bereich der Parameter-Seite findet man
alle in der Produktion benutzten Werte. Man sieht auch, welche
kompositorische Parameter die Zahlenfolge bestimmt. In einigen Stücken
z.B. bleibt die Wellenform während des ganzen Stückes gleich, wohingegen in
anderen Stücken die Zahlenfolge die Wellenform verändert. Alle von der Zahlenfolge
bestimmten Parameter erscheinen in dem Values-Used-Bereich:

Unten auf jeder HTML-Seite
befinden sich Links zu den letzten und nächsten Werken sowie ein Link zum
Verzeichniseintrag (und zu den Dateien) des Werkes.
GRAPH
Das Punktediagramm spannt
zeitlichen Ablauf und Tonhöhenverlauf der Komposition auf und bietet dem Hörer
die Möglichkeit, die Zahlenfolge (oder mindestens einen Teil davon) grafisch zu
erfassen. Der Vorteil eines Punktediagramms liegt darin, dass man eine
Übersicht über das gesamte Stück bekommt. Der Graph kann dem Hörer eine
Vorstellung davon geben, worauf er achten sollte oder was er erwarten kann.
SEQUENCE VALUES
In diesem Teil wird die in
einer Komposition benutzte Zahlenfolge angegeben. Der Hörer kann selber
Diagramme produzieren oder diesen Teil der Partitur zur Forschung benutzen
(z.B. in dem er die Zahlenfolge in der Online-Enzyklopädie der Zahlenfolgen
eingibt).